Neoapple Kapseln in einer Dose auf frischen roten Äpfeln

🎤 Behind the Scenes: Ein Gespräch über die Neoapple-Entwicklung

Interview zwischen Philipp (Neoapple) & Melanie (Produktionsleitung bei Novalabs)

Philipp:

Melanie, ich erinnere mich noch gut an unseren allerersten Termin. Ich kam mit einer Idee, ein paar wissenschaftlichen Papers unterm Arm – und wahrscheinlich viel zu viel Begeisterung für einen Wildapfel, den in Europa kaum jemand kennt. Was hast du damals gedacht?

Melanie (Novalabs):

Ich erinnere mich vor allem daran, dass du gesagt hast: „Ich brauche eine Kapsel, die wirkt, wie ein täglicher Biss in einen Wildapfel.“ Das war definitiv eines der kreativeren Briefings.

Aber im Ernst: Wir mögen Projekte, die nicht 08/15 sind. Die Herausforderung war sofort klar – exotisches Nährstoffprofil, sehr spezifische Zusammensetzung, kleine Menge… aber dafür viel Herzblut. Das macht Spaß.

Philipp:

Die kleinen Mengen waren für uns damals ja wirklich ein Thema. Wir wollten eben erstmal eine erste Charge produzieren, die realistisch ist für eine junge Marke. Wie oft hört ihr so etwas?

Melanie:

Täglich. 
Viele Startups stehen vor dem Problem, dass sie etwas Eigenes entwickeln wollen – aber nicht gleich im industriellen Maßstab. Für uns war euer Projekt spannend, weil ihr eine richtig klare Vision hattet und gleichzeitig wissenschaftlich fundiert wart.

Viele kommen mit einer Pinterest-Idee.
Ihr kamt mit einem Biologen. Das macht vieles leichter.

Philipp:

Ich erinnere mich gut an die Phase der Stopftests. Für uns war das komplett neu. Du hast damals gesagt: „Das Pulver ist wie ein eigenwilliger Charakter – man muss sehen, wie es sich in der Kapsel verhält.“ Was meintest du damit?

Melanie:

Pulver ist nicht gleich Pulver.
Manche Fließverhalten sind… sagen wir… diva-haft.

Wenn man verschiedene Vitamine, Mineralien und sekundäre Pflanzenstoffe mischt – und ihr hattet ja ein sehr spezielles Profil – dann reagiert die Mischung beim Stopfen unterschiedlich:

  • klebt sie?
  • verklumpt sie?
  • ist sie zu voluminös?

Wir machen dann „Stopftests“, um herauszufinden, wie viel Gramm in welche Kapsel passen. Ihr hattet eine Mischung, die wir so noch nicht ansatzweise produziert haben - eine völlig neue Rezeptur. Und dann hattet ihr auch noch höchste Ansprüche an die Nährstoffe. Magnesiumbisglycinat, Eisenbisglycinat - das sind die jeweils hochwertigsten und am höchsten bioverfügbaren Verbindungen. 
Eure Mischung war erstaunlich kooperativ – nach ein paar Anpassungen.

Philipp:

Was würdest du sagen, ist für Gründer der wichtigste Schritt im gesamten Herstellungsprozess von Nahrungsergänzungsmitteln?

Melanie:

Ganz klar:
Eine durchdachte, wissenschaftlich sinnvolle Rezeptur.

Viele wollen einfach alles reinpacken, was gerade irgendwo trendet. Aber euer Ansatz – vom Wildapfel her zu denken und daraus eine funktionale Formel zu entwickeln – ist ein sehr guter Gedanke aus meiner Sicht und der richtige Weg. Das ist völlig neu.

Der zweite wichtige Punkt ist: realistische Erwartungen.
Eine individuelle Entwicklung braucht Zeit – euer Jahr Entwicklungszeit ist absolut normal.

Philipp:

Was hat dich persönlich an Neoapple gereizt?

Melanie:

Zwei Dinge:

  1. Der Wildapfel Malus sieversii – das ist wirklich kein Standardrohstoff. Projekte, die sich trauen, neue Wege zu gehen, lieben wir.

  2. Der persönliche Hintergrund.
    Ihr wolltet etwas entwickeln, um eure Familie gesund durch den Winter zu bringen. Das ist eine echte, authentische Motivation – und das spürt man.

Philipp:

Zum Schluss: Wenn du Neoapple Kapseln jemandem beschreibst, der sie noch nie gesehen hat – was sagst du?

Melanie:

„Das ist die moderne, konzentrierte Form eines Wildapfels – aber in einer Kapsel und mit wissenschaftlicher Präzision entwickelt.“
Und meistens füge ich an:
„Die Entwicklung war anspruchsvoll – aber genau deshalb ist das Ergebnis so gut.“

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